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Wanderkarte Naturerlebnis Grund

Bearbeitungsstand: 2007

Das "Naturerlebnis Grund" soll auf einzigartige Weise dem Besucher Einblicke in die Bergische Kulturlandschaft in einem der reizvollsten Remscheider Landschaftsräume vermitteln. Ein Rundwanderweg begleitet die Besucher auf einer Reise, auf der sich durch die Vielzahl der Biotopstandorte dem Betrachter ein ganz neues Bild von Natur und Landschaft erschließt.

Infotafel Naturerlebnis GrundAuf 16 Infotafeln werden Besonderheiten entlang des Weges erläutert.

Innerhalb des Grunder und Westener Landschaftsraumes befinden sich die unterschiedlichsten Lebensräume, die in ihrer Ausprägung typisch sind für die Bergische Kulturlandschaft.

Zum Erhalt dieser vielfältigen Biotope, mit sowohl floristischen als auch faunistischen Besonderheiten, ist ein Netzwerk aus Initiativen und Maßnahmen von der Unteren Landschaftsbehörde ins Leben gerufen worden, um im Rahmen der Landschafts- und Biotoppflege aktiv zu werden.


Themen der Infotafeln

  1  Herzlich Willkommen zum Naturerlebnis Grund
  2  Naturschutzgebiet Westener und Platzer Siefen
  3  Adlerfarn
  4  Nehmen Sie Naturschutz selber in die Hand!
  5  Chaos im Naturschutz?
  6  Naturdenkmale im Blick
  7  Naturdenkmal Hecken
  8  Rheinischer Krummstiel
  9  Teichrenaturierung
10  Coburger Füchse
11  Waldteich
12  Sukzession
13  Waldrand
14  "Durch diese Hohle Gasse muss er kommen..."
15  Spelsberg
16  Naturschutzgebiet Oelingrather und Grunder Bachtal

Blick auf Ortslage Grund

Wegeverlauf:


Nehmen Sie Naturschutz selber in die Hand!

Jeder kann mithelfen

Sowohl in den Schutzgebieten der freien Landschaft, als auch in Privatgärten und sonstigen Grünanlagen des Siedlungsbereiches von Remscheid gibt es noch eine Reihe seltener Tierarten. Um den Bestand dieser gefährdeten Arten zu erhalten und zu vergrößern, gilt es bestehende Lebensräume zu sichern und neue zu schaffen. Fördern Sie durch eine große Strukturvielfalt die Artenvielfalt in Ihrem Garten. Je nach Größe und Lage ihres Gartens eignen sich viele Maßnahmen:

Fledermaus
Bachlauf

Naturschutzgebiet Westener und Platzer Siefen

Im Siefen auf Entdeckungstour

Im hiesigen Sprachraum ist die Verwendung der beiden Begriffe "Siefen" und "Siepen" für kleine Bachtälchen bzw. Zuläufe üblich. Das Naturschutzgebiet Westener und Platzer Siefen hat eine Größe von nahezu 11 ha und beinhaltet Kerbtäler mit kleinen Seitensiepen bzw. Quellzuflüssen. Diese haben ein naturnahes Gewässerbett, mehrere natürliche Bachmäander mit ausgeprägten Steil- und Flachuferbereichen und ausgedehnten Magergrünlandflächen sowie naturnahe Laubwaldbestände mit eingestreuten Althölzern. In Remscheid bilden viele Bachtäler einen wertvollen Lebensraum für Tiere und Pflanzen und sind als Naturschutzgebiete in den Landschaftsplänen enthalten.


Coburger Füchse

Coburger Füchse

Feuer und Flamme für den Naturschutz

Ehemalige ökologisch tote Adlerfarnwüsten entwickeln sich langsam wieder zurück zu blütenreichen Magergrünlandflächen. Um den Adlerfarn (Pteridium aquilinum) von diesen Flächen zu verdrängen, wurde zunächst im Juni 2005 ein sog. Nutzfeuer in Kooperation mit der Feuerwehr über die Flächen geschickt. Weitere Pflegemaßnahmen (Pflügen, Mulchmahd, Forstmulcher, Einsaat) wurden im Anschluss durchgeführt. Dadurch wurde der Adlerfarn in seiner Wuchskraft so erheblich geschwächt, dass nach und nach heimische Pflanzen wie z.B. Ginster und Kleiner Sauerampfer ihren alten Lebensraum zurückeroberten. Langfristig werden hier Coburger Füchse weiden, eine alte vom Aussterben bedrohte Schafsrasse. Sie pflegen auf natürliche Art und Weise die Landschaft und fördern gezielt durch Verbiss die Entwicklung einer artenreichen Grünlandfläche.


Rheinischer Krummstiel

Rheinischer Krummstiel

Essbar?

Natürlich. Die Apfelsorte "Rheinischer Krummstiel" ist eine von vielen alten bergischen Apfelsorten, die auf einigen Streuobstwiesen heranwachsen. Insgesamt erblühen jedes Frühjahr mittlerweile nahezu 100 verschiedene Obstbäume. Die Untere Landschaftsbehörde unterstützt intensiv die Neuanlage und den Erhalt von Streuobstwiesenbeständen und ist Mitglied im Arbeitskreis "Obstwiesen Bergisches Städtedreieck". Seit 2004 wurde erstmals eine Sammelstelle für Äpfel eingerichtet, um auch privaten Obstwiesenbesitzern die Möglichkeit zu geben, ihre Äpfel zu verkaufen oder gegen Apfelsaft einzutauschen. Die gesammelten Äpfel werden von zwei Mostereien zu einem schmackhaften Saft verarbeitet. Ziel ist es, über neue Vermarktungsmöglichkeiten, die Streuobstwiese wieder attraktiv zu machen und auch den alten Sorten wie Seidenhemdchen, Rote Sternrenette und Tulpenapfel eine Chance zu geben.


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