Geodatenportal Remscheid
 
Stadt Remscheid
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Themen an/aus:



Legende


Akkumulation/ oberirdische Fließwege



Senken



Weitere Informationen finden Sie unter www.remscheid.de


Beschreibung

2016 wurde im Rahmen des Leuchtturmvorhabens „BESTKLIMA“ der RWTH Aachen (Förderkennzeichen 03 DAS 039) eine Simulation der Fließwege und Mulden bei Starkregenereignissen durch das Planungsbüro Fischer Teamplan, Solingen, durchgeführt. Als Grundlage der Analyse wurden die DGM-Laserscandaten (X, Y, Z) des Landes NRW herangezogen.


Die Stadt Remscheid hat für das gesamte Stadtgebiet „Vorsorgekarten Starkregen“ erstellt. Damit steht den Bürgerinnen und Bürgern ein Auskunftsportal zur Verfügung, das die individuelle Betroffenheit bei einem Starkregenereignis und möglichen Bedarf an Vorbeugemaßnahmen aufzeigt.


Datengrundlagen

Die wesentliche Datengrundlage stellen digitale Geländehöhen (Laserscandaten) dar, diese werden mit einer Auflösung von mehreren Höhenpunkten pro Quadratmeter vom Land NRW zur Verfügung gestellt. Die Genauigkeit ist ausreichend um selbst Bordsteinkanten abzubilden. Ungenauigkeiten können in Bereichen von Unterführungen oder starker Beschattung auftreten.


Berechnungen

Die Berechnungen wurden mit computerunterstützen Simulations- und Modellierungswerkzeugen durchgeführt. Dabei wird davon ausgegangen, dass bei Starkregenereignissen der gesamte Niederschlag zu einem Abflussverhalten führt. Verdunstung und Versickerung werden nicht berücksichtigt.


Ergebnisse

Die Ergebnisse spiegeln das Abflussverhalten bei einem seltenen Niederschlagsereignis (statistisch 50-jährlich) wider. Es werden oberirdische Fließwege und potentiell eingestaute Senken dargestellt. Bei den Fließwegen erfolgt die Darstellung in Abhängigkeit des angeschlossenen Einzugsgebietes, je dunkelroter die Einfärbung, je größer das angeschlossene Einzugsgebiet. Bei den Senken wird die Einstautiefe dargestellt, hier zeigt ein dunklerer Blauton eine größere Tiefe.


Einschätzung

Die Karten ermöglichen eine Einschätzung, welche Gebiete bei Starkregen besonders überflutungsgefährdet sind. Gebäudebesitzer können so analysieren, wo ihr Objekt gefährdet sein kann und wo das Wasser voraussichtlich hinfließt und über „Schwachstellen“ das Wasser in das Gebäude eindringen kann.


Für weiß dargestellte Gebiete, also ohne angezeigte Fließwege und Mulden, besteht nur eine geringe Überflutungsgefahr. Dies ist nicht gleichbedeutend mit „keine Gefährdung“! Starkregen kann grundsätzlich überall auftreten und zu Schäden führen!


Es kann auch sein, dass Gebäude/Flächen mit Fließwegen und Mulden gekennzeichnet sind, auf denen noch nie eine Überflutung aufgetreten ist. Das ist keine Garantie dafür, dass zukünftig auch keine Überflutungen stattfinden. Extreme Starkregenereignisse bringen nicht nur außergewöhnliche Niederschlagsmengen mit, sondern treten auch sehr kleinräumig auf. Es können also unterschiedliche Gebiete betroffen sein und eben auch solche, auf denen bislang noch nichts passiert ist.


Vorsorge

Die Starkregenkarten dienen der Information. Gebäudebesitzer werden in die Lage versetzt, ihre eigene Gefährdungssituation einzuschätzen und Vorkehrungen zu treffen, um damit sich und ihr Objekt auf vielfältige Weise zu schützen. Auf den Internetseiten der Stadt Remscheid gibt es dazu Informationen (www.remscheid.de) und Kontaktdaten für eine persönliche Beratung. Auch der Abschluss einer Elementarschadenversicherung kann angebracht sein.



Haben Sie Fragen? Setzen Sie sich gerne mit uns in Verbindung:

Informationen zum vorbeugenden Schutz vor Starkregenereignissen:

Stadt Remscheid, Fachdienst Umwelt

Marc Riehmer,

Telefon 02191 / 16 – 36 01,

E-Mail umweltamt@remscheid.de


Informationen zum Klimaschutz, zur Anpassung an den Klimawandel, zum „klimagerechten Bauen und Sanieren“:

Stadt Remscheid, Fachdienst Umwelt

Monika Meves,

Telefon 02191 / 16 – 33 13,

E-Mail umweltamt@remscheid.de


Maßstab :