Pers. Angaben

Meyer Mandelbaum

geb.1880
gest.1937

verhaftet, misshandelt durch die SA, den Haftfolgen erlegen

(damalige)Adresse

Palmstraße 10

Alt-Remscheid

Verlegedatum des Stolpersteines

24.10.2008

Ansicht auf der Stadtkarte:


Zur Familie gehörten die Eltern
Meyer und Ernestine Mandelbaum,
die aus Polen stammten und zu Beginn des 20. Jahrhunderts nach Remscheid gekommen sind, und ihre Kinder:
Sabine (geb. 1921),
Moritz (geb. 1919),
Bernhard (geb. 1916),
Jakob (geb.1912),
Josef (geb. 1910) und
Emanuel (geb. 1908).
Meyer Mandelbaum war als Schumacher tätig und wird 1937 verhaftet. Von der SA schwer mißhandelt stirbt er an den Haftfolgen am 5. November 1937.
Seine Ehefrau Ernestine bleibt zurück mit den Kindern, sie wird 1941 in das Gehtto Lodz deportiert
und im September 1941 im Vernichtungslager Chelmo ermordet.
Das jüngste Kind Sabine wird am 28. Oktober 1938 gemeinsam mit ihrem Bruder Moritz nach Polen
abgeschoben. Sie erhält im Juni 1939 ein Permit zur Einreise nach Großbritannien
und entgeht um wenige Monate dem deutschen Einmarsch in Polen.
Ihrem Bruder Moritz bleibt diese Möglichkeit verschlossen, er ist in Polen umgekommen.
Auch der Sohn Jakob wird im Oktober 1938 nach Polen abgeschoben.
Nach dem Einmarsch der Wehrmacht in Polen wird er am 9. September 1938
in das Konzentrationslager Sachsenhausen bei Berlin deportiert, wo er umkam.
Bernhard Mandelbaum verlässt im Alter von 19 Jahren Remscheid und
verzieht am 1. Oktober 1935 nach Essen. Mit einem Kindertransport kann er Deutschland
verlassen und in das Vereinigte Königreich einreisen.
Die Brüder Emanuel und Alfred Mandelbaum verlassen 1932 bzw.
1931 das Elternhaus und verziehen
nach Gelsenkirchen und Bottrop. Auch sie werden im Oktober 1938
nach Polen abgeschoben und kom-
men später in Vernichtungslagern um.